Die Pflanzen können auf verschiedene Art und Weise auf das Dach gebracht werden. Die Art der Vegetationsaufbringung richtet sich nach den Kosten und danach, wie schnell das Dach grünen und blühen soll. In der Regel sind die Monate April bis Juni und September bis November für die Vegetationsausbringung gut geeignet. In den anderen Monaten besteht ein erhöhter Pflegeaufwand bzw. ein höheres Ausfallrisiko. Ob und wie sich die Vegetation etabliert und ausbildet, hängt sehr stark von der Fertigstellungs- und Entwicklungspflege ab.

Trockenansaat

Das Verfahren kommt meist bei kleineren Extensivbegrünungen zum Einsatz. Dabei werden etwa 1 g/m² Saatgut und etwa 50 g/m² Sedum-Sprossen per Hand ausgestreut und gut bewässert.

Vor- und Nachteile

  • günstige Variante der Vegetationsaufbringung bei kleineren Flächen (unter ca. 800 m²)
  • empfehlenswert
  • nach einem Jahr ca. 60 bis 80% Deckungsgrad
  • auch nur Sedum-Sprossen-Ansaat möglich, dann mit ca. 70 bis 90 g/m²
  • Abnahme: bei 60-prozentigem Deckungsgrad

Pflanzung

Bei den Extensivbegrünungen werden vorgezogene Kleinballen-Stauden in das Substrat gepflanzt. Der Bedarf liegt bei etwa 15 bis 20 Pflanzen pro Quadratmeter bei einer Topfgröße von 4 bis 5 cm. Bei Intensivbegrünungen richtet sich der Bedarf nach den ausgewählten Pflanzenarten (Stauden und Gehölze) und deren Ballengröße.

Vor- und Nachteile

  • Einsatz bei gestalteten Gründächern, vor allem, wenn diese einsehbar sind
  • nach einem Jahr ca. 60 bis 80% Deckungsgrad
  • höhere Kosten als bei Ansaat-Verfahren
  • Abnahme: bei artgerechtem Wachstum in der ausgeschriebenen Menge

Vegetationsmatten

Vorkultivierte Vegetationsmatten und Fertigrasen mit fertig ausgebildeten Pflanzenarten werden auf das Substrat verlegt und gut gewässert – fertig ist die Begrünung.

Sedummatte
Vegetationsmatte mit Sedum.

Vor- und Nachteile

  • vorrangig bei Steildachbegrünungen
  • sofortiger Flächenschluss und komplett grünes Dach mit ca. 90% Deckungsgrad
  • Fertigrasen ist bei bespielbaren Rasenflächen einer Ansaat zu bevorzugen
  • kostenintensivste Variante der Vegetationsaufbringung
  • Vegetationsmatten mit unterschiedlichen verrottbaren und unverottbaren Trägereinlagen
  • Abnahme: bei 80-prozentigem (Vegetationsmatten) bzw. 95-prozentigem (Fertigrasen) Deckungsgrad und fester Einwurzelung