Nicht alle Dachkonstruktionen sind für alle Begrünungsarten gleich gut geeignet. Warmdächer (nicht durchlüftete Dächer) eignen sich grundsätzlich für alle Begrünungsarten. Auf Kaltdächern (durchlüfteten Dächern) sowie Umkehrdächern sollte hingegen nur Extensivbegrünungen aufgebracht werden.

Die klassischen Dachkonstruktionen für Industrie- und Wohngebäude sind das Kaltdach, das Warmdach und das Umkehrdach. In unserer Slideshow informieren wir Sie über den Aufbau einer Dachbegrünung bei diesen Dachkonstruktionen. Begrünte Garagen und Carports sind in den meisten Fällen einfacher aufgebaut.

  • Aufbau der Dachbegrünung bei einem Warmdach.
    Aufbau der Dachbegrünung bei einem Warmdach (nicht-durchlüftetes Dach).

Kaltdach (durchlüftetes Dach)

Bei einem Kaltdach handelt es sich um ein zweischalig belüftetes Dach. Die über der Dämmschicht liegende Belüftungsschicht unterscheidet das Kaltdach vom Warmdach. Die in der Belüftungsschicht zirkulierende Luft sorgt für den Abtransport der aus dem Hausinneren dringenden Feuchtigkeit und verhindert, dass diese in den Dachaufbau diffundiert. Sowohl Steildächer als auch Flachdächer werden als Kaltdachkonstruktionen realisiert. Bei der Begrünung eines Kaltdachs ist darauf zu achten, dass eine ausreichende Unterlüftung gewährleistet ist.

Warmdach (nicht-durchlüftetes Dach)

Als Warmdach, auch einschaliges Dach genannt, wird eine unbelüftete Dachkonstruktion bezeichnet. Bei dieser Bauweise des Daches wird die Dachhaut direkt auf die Dämmschicht aufgebracht, anders als etwa beim Kaltdach fehlt die Belüftungsschicht. Eine Dampfsperre schützt den Dachaufbau vor der durch die Decke diffundierenden Feuchtigkeit. Warmdachkonstruktionen werden sowohl bei Flach- als auch bei Steildächern eingesetzt. Bei der Begrünung eines Warmdachs ist eine druckstabile Wärmedämmung erforderlich.

Umkehrdach

Das Umkehrdach ist eine bei Flachdächern eingesetzte Variante des Warmdachs. Die Dämmschicht liegt beim Umkehrdach über der Abdichtung.